Für die Auswahl des Contactlinsen-Typs gelten u. a. folgende Kriterien:
Schweiz. Elternvereinigung asthma- und allergiekranker Kinder SEAAK
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ALLERGIE-CHECK
Gehrings Überlegungen fallen
mitten in eine erhitzte Diskussion. Seit Jahrhunderten streiten
sich Biologen, wie sich die unglaubliche Vielfalt der Augen
entwickelt hat. Diese Mannigfaltigkeit brachte Charles Darwin
sogar dazu, an seiner Evolutionstheorie zu zweifeln. Er
vermutete, wie etliche Forscher noch heute, dass alle Augen auf
ein einziges Urauge, auf einen Prototyp, zurückzuführen sind.
Andere Wissenschaftler meinen dagegen, dass die verschiedenen
Augentypen etwa 40- bis 65-mal unabhängig voneinander entstanden
sind, dass die Evolution das Auge wieder und wieder neu erfunden
hat. Paläontologen und Morphologen gelang es bereits vor Jahren,
die wichtigsten Schritte der Augenevolution zu rekonstruieren.
Mittlerweile entdeckten Genetiker und molekulare
Entwicklungsbiologen, was sich auf der genetischen Ebene
abgespielt hat. Ihre Ergebnisse machten das Bild zwar klarer,
doch erstaunlicherweise liefern auch die modernen Methoden
Argumente für beide Positionen im Augenstreit.
Darin sind sich alle Kontrahenten einig: Die Erfindung des Auges
war ein Geniestreich. Ein Organismus, der sieht, ist blinden
Artgenossen weit voraus. Diese Art der Fernwahrnehmung eröffnet
einem Lebewesen die Möglichkeit, frühzeitig Nahrung oder Feinde
– eben was es sucht oder meiden sollte – wahrzunehmen. „Wer
Augen hat, kann in die Zukunft sehen“, meint Wissenschaftsautor
Volker Arzt. „Das ist sicher etwas überspitzt formuliert, aber
wenn ich sehen kann, was auf mich zukommt – ein Tier mit
riesigen Klauen zum Beispiel –, dann weiß ich, was mir in naher
Zukunft droht.“
Nach
oben
Alle Augen haben ein
gemeinsames Ziel: das Einfangen von Lichtteilchen, von Photonen.
Darin sind sie zwar unterschiedlich gut, die meisten Augen sind
jedoch an ihren Besitzer und seine Lebensweise angepasst.
Schnecken sehen mit ihren primitiven Grubenaugen alles, was sie
zum Überleben brauchen – zum Beispiel eine bedrohlich nahe
Igelschnauze. Da sie sich nicht schnell bewegen, müssen sie gar
nicht exzellent sehen können.
Trotzdem kann jede kleine zufällige Veränderung des Sehorgans
einem Tier Vorteile gegenüber seinen Artgenossen verschaffen und
so seine Überlebenschancen verbessern. Manchmal ermöglicht ein
verbessertes Auge sogar, aus einer gewohnten Umgebung
auszubrechen und neue Gefilde zu erobern. Eine Schnecke, die
plötzlich besser sehen kann, würde mögliche Feinde früher
erkennen und sich umgehend in ihr Haus zurückziehen. Sie könnte
sich daher eher aus den Büschen auf offenes Gelände wagen als
ihre weniger gut sehenden Artgenossen.
Die ersten Augen entdeckten Forscher bei etwa 540 Millionen
Jahren alten Fossilien. „Auch vorher, im Präkambrium haben
wahrscheinlich schon Organismen mit so etwas wie Augen gelebt“,
glaubt Gehring. Dies könne etwa ein dem Dinoflagellaten
ähnlicher Einzeller mit einem Sehorganell oder ein mehrzelliges
Lebewesen mit Augenprototyp gewesen sein. Vor etwa 540 Millionen
Jahren gab es die Kambrische Explosion: Eine Fülle neuer Arten
besiedelt die Erde, und dieser Prototyp konnte sich schnell in
viele Richtungen entwickeln. So besaßen bereits die Trilobiten –
gepanzerte Gliedertiere – schon komplexe Facettenaugen. Die
Entwicklung ging vermutlich deshalb so schnell, weil die
Erfindung des Auges ein regelrechtes Wettrüsten angezettelt
hatte. Sehende Räuber konnten ihre Beute schnell und sicher
finden. Also brauchten die Beutetiere ebenfalls bessere Sicht,
um ihnen entkommen zu können. Vor etwa 440 Millionen Jahren, im
Ordovizium, gab es bereits alle großen Tierstämme und damit alle
heute existierenden Arten von Augen.
Dies ist ein gekürzter Text. Die ausführliche Fassung finden Sie
im Juni-Heft 2002 von Bild der Wissenschaft.
www.wissenschaft.de
