WICKI  -   So weit das Auge reicht!

 

Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen)

 

  • Ich trage meine Contactlinsen regelmässig länger als 12 Stunden pro Tag.
    Meine Freundin meint, ich strapaziere dadurch meine Augen zu stark.
    Ich möchte aber auch in Zukunft nie auf meine Linsen verzichten, was raten sie mir?

    Bei einer Contactlinsen-Anpassung und den entsprechenden Nachkontrollen, wird auch das Anforderungsprofil d.h. unter anderem der Tragemodus der Contactlinsen berücksichtigt. Bei den Kontrollen erfahren sie auch automatisch wenn neue, verbesserte Produkte für Ihre Augen erhältlich sind.
    Seit 1998 sind Contactlinsen-Materialien erhältlich, die ein sicheres, verlängertes Tragen von Linsen erlauben. Nach entsprechenden Kontrollen sogar bis 30 Tage und 29 Nächte durchgehend. Diese Linsen sind auch für verlängertes Tagestragen, länger als 12 Stunden pro Tag, geeignet. Nach jedem Abnehmen müssen die Linsen in der von uns empfohlenen Desinfektions- und Linsenpflegelösung aufbewahrt werden. Die Produktpalette von geeigneten Contactlinsen wurde im Herbst 2008 noch wesentlich erweitert.

 

  • Welchen Linsen-Typ empfehlen sie mir?

    Für die Auswahl des Contactlinsen-Typs gelten u. a. folgende Kriterien:

    • Wann, bei welcher Gelegenheit, 
    • und wie oft werden die Linsen getragen (Arbeit, Freizeit, Sport etc.);
    • Klima-,  und Luftbedingungen am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder beim Sport;
    • Topografie des Auges;
    • Beschaffenheit des Tränenfilms;
    • Art und Grösse der Fehlsichtigkeit;
    • Gesundheitszustand des Auges;
    • Systemische Erkrankungen, Medikamente, Allergien;
    • Compliance, respektive zumutbarer Pflegeaufwand;
    • Motorische Fähigkeiten des Kunden für die Handhabung und Pflege der Linsen;
    • Qualität der Verträglichkeit (ermittelt bei den regelmässigen Nachkontrollen);
    • Qualität der Passform (ermittelt bei den regelmässigen Nachkontrollen);
    • Qualität des Sehvermögens (ermittelt bei den regelmässigen Nachkontrollen);
    • Komfort und Kundenzufriedenheit (ermittelt bei den regelmässigen Kontrollen);
    • Materialeigenschaften der verschiedenen Contactlinsen;
    • Verfügbarkeit des Linsentyps;
    • Zeitaufwand für Nachkontrollen;
    • Kosten der Linsen und der Pflegemittel;

 

  • Kann ich bei Ihnen einen Sehtest für den Antrag des Fahrausweises, zu Handen des Strassenverkehrsamtes, durchführen lassen? Was brauche ich dazu?
    Ja,
    Sie können ohne Voranmeldung während den Öffnungszeiten (Telefon O41 484 1O 84 gibt darüber Auskunft) den Sehtest durchführen lassen.

    Sie brauchen: 
    • Das ausgefüllte Formular (Gewünschte Kategorie nicht vergessen!)
    • Einen gültigen Ausweis mit Foto. (Identitätskarte, Führerausweis, Pass etc.)
    • Falls notwendig Brille oder Contactlinsen.

 

  • Ich habe das Gefühl beim Schiessen noch gut zu sehen. Soll ich trotzdem meine Schiessbrille, respektive meine Augen überprüfen lassen?
    Ja, wenn Sie regelmässig Schiessen und an Wettkämpfen teilnehmen, empfehlen wir die Augen mindestens 1x pro Jahr, zu Beginn der Saison, kontrollieren zu lassen. Kleinste Abweichungen von der optimalen Schiessbrillenglas- und Schiessbrilleneinstellung, können zu unerkannten Fehlern und Fehleinschätzungen des Zielbildes führen. Neben vielen anderen Faktoren gehört das bestmögliche Schiessbrillenglas zur Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Sportschützen.

 

  • Wie lange ist bei Ihnen ein Geschenkgutschein gültig?
    Bis 5 Jahre nach dem Ausstellungsdatum. 

 

  • Spürt man Contactlinsen, oder tun sie gar weh?
    Praktisch alle Menschen sind angenehm überrascht wie bequem sich Contactlinsen schon beim erstmaligen Tragen anfühlen. Eine weiche Contactlinse ist aus einem geleeartigen Material, welches sich der Form des Auges angepasst, wie eine zweite Haut verhält. 
    Sie werden nach ein paar Tagen eingewöhnen Ihre Contactlinsen nicht mehr bewusst wahrnehmen und sie während den täglichen Arbeiten buchstäblich vergessen. Sollte eine Linsen beim Einsetzen nicht spontan bequem sein, muss sie sofort abgenommen und mit der dafür vorgesehenen Flüssigkeit abgespült werden. Sollte sie dann immer noch nicht spontan bequem sein, muss sie durch eine andere Linse ersetzt werden. Falls das auch nicht hilft,  vereinbaren Sie möglichst rasch einen Termin für eine Augenkontrolle.

 

  • Was muss ich wissen oder können, bevor ich mit meinen Contactlinsen nach Hause gehe? 
    Sie müssen 
    • wissen, wie Sie Ihre Linsen handhaben, d.h. wie Sie ohne Risiko für Ihre Augen die Linsen aufs Auge setzen und wieder abnehmen können. 
    • wissen, wie Sie Ihre Contactlinsen zu pflegen haben.
    • wissen, was Sie in speziellen Situation beachten müssen. (Make-up, Wassersport, Medikamente, Impfungen, im Flugzeug, bei Schwangerschaft, am Arbeitsplatz etc.) 
    • wissen, wie lange Sie Ihre Linse tragen können und wann Sie diese durch eine neue Linse zu ersetzen haben. 
    • Ihre Linsen bequem tragen und gut sehen können. 
    • genügend Pflegemittel mit nach Hause nehmen. 
    • die Pflegeanleitung und Broschüre mit den Linseninformationen erhalten haben. 
    • einen Termin für die Nachkontrolle vereinbart haben. 

 

  • Sie haben meinem Kollegen eine Sportbrille mit seiner Brillenkorrektur angefertigt. 
    Ist das auch mit meiner Stärke möglich? Ich bin -6.00 kurzsichtig.

    Selbstverständlich! Wir können heute praktisch alle Fehlsichtigkeiten mittels Korrektur-Clip auch in Sportbrillen korrigieren. Je nach Qualität und Ausführung bereits ab ca. Fr.60.- pro Brillenglas. 

 

  • Darf ich meine Contactlinsen unter fliessendem Wasser abspülen?
    Wir empfehlen Ihnen, weder die Contactlinsen noch das Contactlinsen-Etui mit Leitungswasser in Kontakt zu bringen. 
    Verwenden Sie dafür sterile, unkonservierte, gepufferte Kochsalzlösung, welche für Contactlinsen geeignet ist. 

 

  • Was kann ich bei Heuschnupfen tun?
    Linsenträger wechseln mit Vorteil auf 1-Tages Austauschcontactlinsen.
    Benutzen Sie mehrmals täglich Vislube® Augentropfen (für Linsenträger geeignet).
    Beachten Sie die die Tipps auf der Seite der Schweizerischen Pollenprognose!
    Bevor Sie verreisen beachten Sie: Polleninfo EUROPA

    Das Leiden kann durch ein Antihistamin gelindert werden und bei schwereren Verläufen hilft Kortison, ein köpereigenes Hormon, die Symptome wirksam zu unterdrücken.
    Um das Übel an der Wurzel zu packen empfehlen wir eine Hyposensibilisierung.
    Zu Medikamenten und Therapiemöglichkeiten befragen sie ihren Hausarzt.

    Nützliche Links: 
    Schweiz. Zentrum für Allergie, Haut und Asthma

Schweiz. Elternvereinigung asthma- und allergiekranker Kinder SEAAK
Südbahnhofstrasse 14, 3007 Bern
Tel.  031 378 20 10

ALLERGIE-CHECK

 

  • Welches ist für Sie das beste Filterglas für meine Schiessbrille?
    Das Amethyste- (violett) Filterglas ist für die A-Scheibe bei Block- und Ringkorn ein genialer Kontrastverstärker. Probieren Sie es aus!

 

  • Zahlt die Krankasse die Konsultationen für eine Linsen-Anpassung?
    Ja! Seit dem 1.1.2002 zahlt die Grundversicherung (KVG), neben Beiträgen an Brillengläser und Contactlinsen, auch an die Anpassung der Contactlinsen.

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  • Gibt es tatsächlich 1 Contactlinse für 1 Franken?
    Ja, sogar noch preiswerter! Die Kosten für 1 Contactlinse können weniger als 20 Rappen pro Tag und Auge betragen.
 
  • Kann ich ein Leben lang problemlos Contactlinsen tragen?
    Ja
    , sicher! Es gibt aber ein paar Regeln zu beachten.
    Während der Linsenanpassung und den Nachkontrollen werden Sie auf solche Regeln und Verhaltensmassnahmen im persönlichen Gespräch aufmerksam gemacht. Die wichtigsten Punkte erhalten Sie schriftlich.

 

  • Was kostet bei Ihnen eine Augenkontrolle?
    Die Konsultationen werden nach Zeitaufwand berechnet. (SFr.  88.-/½ Std.)

    Ein einfacher Sehtest für den Antrag eines Fahrausweises Kat. A/B kostet SFr. 20.-,
    eine einfache Nachkontrolle der Brillenkorrektur  ca. SFr. 59.- bis SFr. 89.-.

    Bei der 1. Konsultation und/oder bei Routine-Nachkontrollen sind je nach Grund des Kommens, Alter und Indikation zusätzliche Tests notwendig. Z.B. direkte und indirekte Ophthalmoskopie, Spaltlampenmikroskopie, Augendruckmessung, Farbenteste, Nahkorrektur-Bestimmung, Foto/Videodokumentation, etc. à SFr. 15.- pro Test. Rezept-Gebühr SFr. 25.-
    Aufwendigere Kontrollen und Tests wie z.B. Abklärung zur Winkelfehlsichtigkeit, Gesichtsfeldmessungen oder Sportsvision werden nach Zeitaufwand berechnet und der Klient vor der Terminvereinbarung auf die möglichen Kosten und Krankenkassenleistungen aufmerksam gemacht.

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  • Man sagt ich hätte 'Hornhautverkrümmung'. Kann auch ich Contactlinsen tragen? 
    Ja? Sie können! Sollte keines der bestehenden Linsen-Austauschsysteme für Ihre Augen passend sein, gibt es die Möglichkeit massgeschneiderte Contactlinsen anzupassen. Diese sind zwar in der Erstanschaffung teurer, aber längerfristig und bei guter Pflege ebenso preiswert wie ein Austauschsystem.

 

  • Können Sie ein Brillenrezept ausstellen?
    Ja! Das ist die Hauptaufgabe von Dr.  Wicki, Optometrist 

 

  • Sind Sie Arzt?
    Nein, nicht Arzt sondern Doktor der Optometrie.
    Dr. Wicki  Optometrist kontrolliert und untersucht gründlich Ihre Augen .
    Bei Verdacht auf eventuelle krankhafte Veränderungen überweist er dem Mediziner, also dem Arzt, für die Behandlung (Therapie) .

 

  • Wann muss ich zum Augenarzt?
    • Wenn Ihre Augen krank sind oder wenn Sie eine Krankheit haben, die sich auf Ihre Augen auswirken könnte.
    • Das Letztere kann sich bereits bei der Anamnese der optometrischen Untersuchung herausstellen, dann werden Sie vom Optometristen zum entsprechenden Spezialisten überwiesen.
    • In einem Notfall.

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  • Zahlt die Krankenkasse bei Ihren Rezept?
    Ja! Die Grundversicherung zahlt alle 5 Jahre Fr.180- an Brillengläser und/oder Contactlinsen und Contactlinsen-Anpassung.
    Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Altersjahr profitieren jährlich.
    • Nur 1x im Leben muss ein Arztrezept eingereicht werden.
    • Zusatzversicherungen ermöglichen eine höhere und häufigere Ausschüttung der Versicherungsleistungen.

     

  • Zahlt die Krankenkasse Ihren Untersuch?
    Gewisse Krankenkassen zahlen in der Zusatzversicherung unsere Konsultationen.
    Ihre Krankenkasse kann Ihnen über die individuellen Versicherungsleistungen Auskunft geben.

 

  •  Messen Sie den 'Augendruck'?
    Ja! 
    Die Messung des intraokularen Drucks ist ein Bestandteil der optometrischen Untersuchung.

 

  • Muss ich bei Ihnen einen Termin vereinbaren?
    Ja!
      Wir sind Ihnen dankbar, wenn sich sich für einen Untersuch oder eine Beratung anmelden. So können wir für Sie genügend Zeit reservieren.

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  • Was ist eine Refraktion?
    Eine Bestimmung der Fehlsichtigkeit der Augen.

 

  • Was unterscheidet eine Schiessbrille von meiner Brille?
    Die 'normale' Brille ist für das beidäugige Sehen konzipiert.
    Das einäugige Zielen hingegen braucht meistens eine leicht unterschiedliche Korrektur, zudem wird diese Korrektur individuell auf Ihr Wunschzielbild und Ihre Waffe angepasst. Ein perfektes Sehen resp. Zielen ist nur durch das Zentrum eines Brillenglases, welches senkrecht in der Visierlinie steht, möglich. 

 

  • Wie wir sehen lernten?
    Das Sehen ist der Sinn, auf den wir uns tagtäglich am meisten verlassen. Doch wie haben unsere Vorfahren gelernt, die Informationen des Lichts zu verstehen?

    Wäre es möglich, dass alle Tiere und Menschen das Sehen erworben haben, indem sich ein vor Millionen Jahren lebender Vorfahre winzige Einzeller einverleibte, die bereits sehen konnten, und deren Gene in sein Erbgut einbaute?

    In einer schlaflosen Nacht kam Prof. Walter J. Gehring diese – wie er selbst sagt – verrückte Idee, die erklären kann, wie einst das Urauge entstanden sein könnte. „Eine wilde Möglichkeit“, schmunzelt der Genetiker vom Biozentrum der Universität Basel. Eine mikroskopische Aufnahme des einzelligen Dinoflagellaten Erythropsis pavillardi hatte ihn vor Kurzem ins Grübeln gebracht: „Diese Dinoflagellaten haben wunderbare Augen. Obwohl die Mikroalgen nur aus einer einzelnen Zelle bestehen, haben sie alles, was man zum Sehen braucht: Eine Linse, einen Glaskörper, eine netzhautähnliche Struktur und einen Pigmentfleck, der das Licht von einer Seite abschirmt.“

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    Gehrings Überlegungen fallen mitten in eine erhitzte Diskussion. Seit Jahrhunderten streiten sich Biologen, wie sich die unglaubliche Vielfalt der Augen entwickelt hat. Diese Mannigfaltigkeit brachte Charles Darwin sogar dazu, an seiner Evolutionstheorie zu zweifeln. Er vermutete, wie etliche Forscher noch heute, dass alle Augen auf ein einziges Urauge, auf einen Prototyp, zurückzuführen sind. Andere Wissenschaftler meinen dagegen, dass die verschiedenen Augentypen etwa 40- bis 65-mal unabhängig voneinander entstanden sind, dass die Evolution das Auge wieder und wieder neu erfunden hat. Paläontologen und Morphologen gelang es bereits vor Jahren, die wichtigsten Schritte der Augenevolution zu rekonstruieren. Mittlerweile entdeckten Genetiker und molekulare Entwicklungsbiologen, was sich auf der genetischen Ebene abgespielt hat. Ihre Ergebnisse machten das Bild zwar klarer, doch erstaunlicherweise liefern auch die modernen Methoden Argumente für beide Positionen im Augenstreit.

    Darin sind sich alle Kontrahenten einig: Die Erfindung des Auges war ein Geniestreich. Ein Organismus, der sieht, ist blinden Artgenossen weit voraus. Diese Art der Fernwahrnehmung eröffnet einem Lebewesen die Möglichkeit, frühzeitig Nahrung oder Feinde – eben was es sucht oder meiden sollte – wahrzunehmen. „Wer Augen hat, kann in die Zukunft sehen“, meint Wissenschaftsautor Volker Arzt. „Das ist sicher etwas überspitzt formuliert, aber wenn ich sehen kann, was auf mich zukommt – ein Tier mit riesigen Klauen zum Beispiel –, dann weiß ich, was mir in naher Zukunft droht.“

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    Alle Augen haben ein gemeinsames Ziel: das Einfangen von Lichtteilchen, von Photonen. Darin sind sie zwar unterschiedlich gut, die meisten Augen sind jedoch an ihren Besitzer und seine Lebensweise angepasst. Schnecken sehen mit ihren primitiven Grubenaugen alles, was sie zum Überleben brauchen – zum Beispiel eine bedrohlich nahe Igelschnauze. Da sie sich nicht schnell bewegen, müssen sie gar nicht exzellent sehen können.

    Trotzdem kann jede kleine zufällige Veränderung des Sehorgans einem Tier Vorteile gegenüber seinen Artgenossen verschaffen und so seine Überlebenschancen verbessern. Manchmal ermöglicht ein verbessertes Auge sogar, aus einer gewohnten Umgebung auszubrechen und neue Gefilde zu erobern. Eine Schnecke, die plötzlich besser sehen kann, würde mögliche Feinde früher erkennen und sich umgehend in ihr Haus zurückziehen. Sie könnte sich daher eher aus den Büschen auf offenes Gelände wagen als ihre weniger gut sehenden Artgenossen.

    Die ersten Augen entdeckten Forscher bei etwa 540 Millionen Jahren alten Fossilien. „Auch vorher, im Präkambrium haben wahrscheinlich schon Organismen mit so etwas wie Augen gelebt“, glaubt Gehring. Dies könne etwa ein dem Dinoflagellaten ähnlicher Einzeller mit einem Sehorganell oder ein mehrzelliges Lebewesen mit Augenprototyp gewesen sein. Vor etwa 540 Millionen Jahren gab es die Kambrische Explosion: Eine Fülle neuer Arten besiedelt die Erde, und dieser Prototyp konnte sich schnell in viele Richtungen entwickeln. So besaßen bereits die Trilobiten – gepanzerte Gliedertiere – schon komplexe Facettenaugen. Die Entwicklung ging vermutlich deshalb so schnell, weil die Erfindung des Auges ein regelrechtes Wettrüsten angezettelt hatte. Sehende Räuber konnten ihre Beute schnell und sicher finden. Also brauchten die Beutetiere ebenfalls bessere Sicht, um ihnen entkommen zu können. Vor etwa 440 Millionen Jahren, im Ordovizium, gab es bereits alle großen Tierstämme und damit alle heute existierenden Arten von Augen.

    Dies ist ein gekürzter Text. Die ausführliche Fassung finden Sie im Juni-Heft 2002  von Bild der Wissenschaft.
    www.wissenschaft.de

Fragezeichen im Kopf